Mitläufer beim Europaparteitag Die LINKE

Auf dem Europaparteitag der Partei Die LINKE am kommenden Wochenende 15./16.02.2014 in Hamburg wird der bundesweit agierende Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” sein Arbeit an einem Infostand präsentieren.

Mehr als 350 ‘Mitläufer’ begleiten seit Juli 2012 in ganz Deutschland als Beistand ehrenamtlich und kostenlos Menschen bei Ämter- und Behördengängen. “Von Anfang an war uns die Vernetzung mit anderen Organisationen ein Hauptanliegen” erklärt Hans-Peter Weyer, 1. Vorsitzender des Vereins. “Neben unserer auf die Begleitung ausgerichteten Arbeit, brauchen die Menschen auch die Unterstützung von Beratungsstellen und Fachorganen. Hier ist die Zusammenarbeit mit vielen Organisationen, Verbänden und Parteien, zum Wohle der betoffenen Menschen notwendig.”

Sozialberatungsstellen und Kreisverbände der Partei Die LINKE gehörten von Anfang an zu den Unterstützern der ‘Mitläufer’. Der freundlichen Einladung sich beim Europaparteitag vorzustellen, folgen die ‘Mitläufer’ daher gern, um die Vernetzung bundesweit weiter auszubauen. Der 1. Vorsitzende Hans-Peter Weyer und der Schatzmeister des Vereins Klaus Sommerfeld werden neben weiteren aktiven Mitläufern den Stand betreuen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

“Wir bleiben trotzdem weiterhin parteipolitisch neutral und freuen uns auch über jede Einladung und Unterstützung anderer demokratischer Parteien und Organisationen” ergänzt Weyer. “Es geht um die praktische Hilfe für Menschen, die sich im Ämtersystem unseres Staates verloren fühlen und dringend Hilfe brauchen. Dazu ist die Bündelung aller möglichen Kräfte nötig.”

Einladung zur Ausserordentlichen Mitgliederversammlung des Vereines “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.”

Hiermit laden wir zur ausserordentlichen Mitgliederversammlung ein.
Sie findet statt am 08.09.2013 in der Zeit von 10.00 Uhr bis voraussichtlich 17.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Vereins “Bürger für Bürger Duisburg e.V.”, Brahmsstrase 5a, 47226 Duisburg.

Die Mitgliederversammlung wurde notwendig, da mindestens 10% der Mitglieder dies schriftlich gefordert haben. Die vormals in der Satzung festgelegten 75% der Mitglieder zur Einberufung einer ausserordentlichen Mtigliederversammlung waren nach Auskunft des Vereinsregisters ungültig und somit durch die Gesetzesvorschrift nach §37 BGB automatisch zu ersetzen.

Ausserdem hat das Vereinsregister Satzungsänderungen verlangt, die wir im Rahmen der Mitgliederversammlung beschließen möchten.

geplanter Ablauf:
10.00 Uhr Anreise und Frühstück
12.00 Uhr Mitgliederversammlung
15.00 Uhr Kaffeetrinken
17.00 Uhr Ende und Abreise

Tagesordnung:
TOP 1. Begrüßung
TOP 2. Eröffnung der Mitgliederversammlung
TOP 3. Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
TOP 4. Feststellung der Beschlussfähigkeit
TOP 5. Anträge zur Tagesordnung
TOP 6. Genehmigung der Tagesordnung
TOP 7. Bericht des Vorstands für die vergangene Periode
TOP 8. Finanzbericht des Schatzmeisters
TOP 9. Bericht der Rechnungsprüfer
TOP 10. Aussprache über die Berichte
TOP 11. Satzungsänderung https://mitlaeufer.piratenpad.de/101
TOP 12. Entlastung des Vorstands
TOP 13. Wahl eines Wahlleiters
TOP 14. Neuwahl des Vorstands
TOP 15. Verschiedenes
TOP 16. Schlusswort des neuen Vorsitzenden

Mitläufer, Interessierte und Pressevertreter sind herzlich eingeladen an dieser Mitgliederversammlung teilzunehmen.
Bitte meldet Euer Kommen mit einer E-Mail unter mitlaeufer@wirgehenmit.org an, damit wir das Frühstück und das Kaffee-Trinken planen können.
Pressevertreter akkreditieren sich bitte mit einem Hinweis auf das Medium für das sie tätig sind unter presse@wirgehenmit.org oder telefonisch unter 0203-5090895

Was es so Neues (und nicht mehr ganz so Neues) gibt…

– Wir haben unsere wöchentlichen Online-Mitläufertreffen verlegt. Ab kommenden Montag, den 20. Mai finden die Orga-Treffen im Mumble immer Montags um 20.00 Uhr statt. Wir freuen uns auch nach wie vor über  alle, die sich auf die ein oder andere Weise beteiligen wollen, zu tun  gibt es immer genug.  Hier könnt Ihr unverbindlich  vorbeikommen  und mitreden und mithören, und wenn das nicht passt und Ihr  trotzdem  etwas beitragen wollt, könnt Ihr Euch auch wie immer an  mitlaeufer@wirgehenmit.org wenden.

 

– Seit einiger Zeit haben wir unsere neue Mitläufersuche  im Probebetrieb, die anstelle der Mitläuferliste tritt. Wenn Euch hier noch Unregelmässigkeiten auffallen, bitten wir Euch um eine Meldung  über unseren Bugtracker oder direkt an technik@wirgehenmit.org.

 

– Täglich gehen bei uns Suchanfragen per Email oder über unser Mitläufertelefon ein. Normalerweise klappt die Vermittlung ziemlich gut, es gibt aber gelegentlich Orte, wo es schwierig ist, eine Begleitung zu finden, aktuell sind das zum Beispiel in Hof/Bayern und Kusel/Rheinland-Pfalz. Ihr könnt hier durch Verbreiten unserer Suchanfragen über Twitter, Facebook, G+, im Freundeskreis oder andere Euch zur Verfügung stehenden Kanäle dazu beitragen, daß wir jemanden für die Ämterbegleitungen finden. Wir sind bereits zahlreiche Mitläufer (aktuell sind 252 in unserer Datenbank eingetragen), auf unserer Mitläufer-Karte sieht man, daß wir  auch noch viele, viele mehr werden dürfen. :-). Wenn Ihr Euch eintragen wollt, schickt doch einfach Eure Kontaktdaten an mitlaeufer@wirgehenmit.org.

 

– In Duisburg-Rheinhausen bieten wir in Zusammenarbeit mit Bürger für Bürger Duisburg e.V. seit einigen Monaten eine wöchentliche Sprechstunde an. Jeden Mittwoch zwischen 11.30 und 17.00 Uhr in der Brahmsstr. 5 a in dem Räumen des Vereins Bürger für Bürger. Hier wird Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen angeboten, es können Termine für Begleitungen zum Amt vereinbart werden und ein Ausstausch kann stattfinden, häufig geht es hier auch um weitergehende soziale Unterstützung und Hilfe für Menschen in Notlagen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Rechtsberatung. Das Angebot hatte einen super Start und wird rege genutzt, der Bedarf ist riesig.

 

– In Berlin hat sich ein Mitläufer-Stammtisch zusammengefunden, der sich am 17.5. zum zweiten Mal trifft. Für diesen Termin ist ein Vortrag und Diskussion mit Franziska Drohsel geplant.
Mehr hierzu und über andere lokale  Mitläufer-Aktivitäten findet ihr unter der Rubrik Mitläufer vor Ort , wenn Ihr bei Euch auch Mitläufer-Aktivitäten planen wollt, wie Infostände, Treffen, Schulungen, etc. freuen wir uns, wenn Ihr mit uns Kontakt aufnehmt.

 

– Wir haben ja bereits letztes Jahr den unterstützenden Verein Wir gehen mit – die Mitläufer gegründet. Im Moment geht es noch um die Klärung einiger Details für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit/Mildtätigkeit, wir bitten also alle, die gerne etwas spenden oder dem Verein beitreten wollen um noch etwas Geduld. Hier auch nochmal der Hinweis: Weder Mitläufer noch Begleitete müssen Mitglied im Verein werden, überhaupt niemand muss das, der Verein dient in allererster Linie der organisatorischen Unterstützung, z.B. dem Verwalten von Spendengeldern etc.
– In den letzten Wochen und Monaten  wurde auch mehrmals in den Medien über uns berichtet, hier sind ein paar Beispiele:

 

Solidarität und europäisches Miteinander (er)leben

Während ProNRW im Rahmen ihrer „Asylmissbrauch“-Tour in Duisburg Halt macht und andere Organisationen und Parteien bereits zur großen Gegendemo aufgerufen haben, zeigen drei Duisburger Hilfsvereine, wie Integration gelebt werden kann: Sie laden alle Interessierten Mitbürger zum Zeichen echter Solidarität am Dienstag, 12.03.2013 von 9.00 bis 11.00 Uhr zum Frühstück gemeinsam mit den dort wohnenden Rumänen in das sogenannte Problemhaus „In den Peschen 3-5“ in 47226 Duisburg-Bergheim ein.

Gemeinsam mit „Bürger für Bürger Duisburg e.V.“ haben sich die Vereine „ZOF e.V.“ und „Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.“ bereit erklärt den rumänischen Zuwanderern im Rahmen ihrer jeweiligen Kompetenzen zu helfen. „Man kann darüber streiten ob die Menschen hier willkommen sind, man kann darüber streiten ob das Problem von Europa gemacht wurde und man kann darüber streiten wie die Stadt auf diese Herausforderung reagieren soll – aber man kann über eines nicht streiten: Diese Menschen sind hier, sie leben in unserer Stadt, sie haben Hunger und ihnen muss geholfen werden!“ erklärt Rolf Karling, der seit Tagen mit seinem „Verein Bürger für Bürger Duisburg e.V.“ die Bewohner des Hauses In den Peschen 3-5 allabendlich mit Lebensmitteln versorgt.

Der Verein „ZOF e.V.“ wird in der nächsten Zeit beginnen die rumänischen Kinder an die deutsche Sprache heranzuführen. Trotz Schulpflicht können die Kinder die Schule nicht besuchen, weil ihnen grundlegende Deutschkenntnisse fehlen und sie dem Unterricht gar nicht folgen könnten. Wie in allen drei Vereinen üblich werden auch in diesem Fall ehrenamtliche Helfer diese Aufgabe übernehmen. Die Menschen müssen befähigt werden sich in Deutschland verständigen zu können. Nur durch die Möglichkeit der Kommunikation können Spannungen im Umfeld abgebaut werden.

„Alle Beteiligten befinden sich in einer Zwickmühle.“ erklärt Hans-Peter Weyer, Pressesprecher des Vereins „Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.“, die Situation. „Schon beim Meldeamt gibt es Probleme, weil niemand deutsch spricht. Anmeldungen zur Schule können aus gleichem Grund nicht stattfinden. Und auch Verständigung mit den Nachbarn kann nicht wirklich stattfinden, weil die nötigsten Grundlagen der Kommunikation nicht bestehen.“

Mit dem gemeinsamen Frühstück gerade zum Zeitpunkt der ProNRW-Demo, wollen alle drei Vereine deutlich machen, dass für ein geeintes Europa die Bereitschaft zur Kommunikation und das Verstehen und Akzeptieren des jeweils Anderen wesentliche Voraussetzung ist. „Wer am Frühstück teilnehmen und europäisches Miteinander mit uns leben möchte, ist am Dienstag von 9-11 Uhr dazu herzlich eingeladen“, so Weyer.

Vorstellung der sozialen Initiative “Die Mitläufer” bei der AStA

Lieber AStA,
wir sind eine soziale Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen als ehrenamtliche Begleiter zu aktivieren. Unser Ziel ist es, jeder Person, die einen Amts-, Behörden- oder Jobcenter-Termin nicht allein wahrnehmen möchte, eine ehrenamtliche, aufmerksame und deeskalierende Begleitung zur Seite zu stellen.
Diese Begleitungen werden von den “Mitläufern” angeboten, von Menschen die sich nach folgendem Kodex als Begleiter im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Verfügung stellen.
Wer als Mitläufer ehrenamtlich begleiten möchte, muss dazu nur die Bereitschaft mitbringen. Eine Mitgliedschaft im Unterstützerverein (Wir Gehen Mit – die Mitläufer e.V.) ist nicht erforderlich.

Der Mitläuferkodex:
1. Mitläufer begleiten ehrenamtlich Hilfesuchende zu Terminen bei Ämtern und zum Jobcenter.
Sie unterlassen dabei alles, was dem Hilfesuchenden in seiner Sache schaden könnte und tragen zur Deeskalation bei.
2. Mitläufer erstellen nach einer Begleitung, wenn es vom Begleiteten gewünscht wird, ein Gedächtnisprotokoll, welches dem Hilfesuchenden übergeben wird. Das Protokoll wird vom Mitläufer und dem Begleiteten unterschrieben.
3. Datenschutz und Verschwiegenheit über persönliche Daten sind uns sehr wichtig und wir behandeln die uns zur Kenntnis gebrachten Informationen absolut vertraulich!
4. Es wird vor dem Termin abgesprochen, ob der Mitläufer nur als stummer Begleiter auftritt, der sich ggf. Notizen macht, oder ob er in die Diskussion mit dem Sachbearbeiter eingreifen darf.
5. Es findet keine Missionierung statt: Eine Beeinflussung der Begleiteten zum Zwecke politischer, religiöser oder wirtschaftlicher Anwerbung oder der aktiven Mitarbeit bei den Mitläufern lehnen wir ab.
6. Ausgrenzung, Menschenverachtung und Diskriminierung haben haben bei den Mitläufern keinen Platz.
7. Zuverlässigkeit: Ein Mitläufer hält sich an die getroffenen Vereinbarungen.
8. Der Begleitete kann jederzeit (auch während des Termins) den Mitläufer ohne Angabe von Gründen aus seiner Funktion entlassen. Hierauf weist der Mitläufer hin und respektiert den Wunsch des Hilfesuchenden.
9. Bei Verstößen gegen die gemeinsam beschlossenen Verhaltensregeln ist eine Beschwerde über einen Mitläufer unter folgender Adresse möglich:
mitlaeufer@wirgehenmit.org
Wir versuchen dann gerne zu schlichten (und müssen es uns natürlich letztendlich auch vorbehalten, einzelne Mitläufer die sich nicht an die Regeln halten, auszuschließen).

Wir haben seit Juli 2012 bundesweit mehr als 200 “Mitläufer” gefunden, die sich auf unserer öffentlichen “Mitläuferliste” eingetragen haben. Dort sind sie von Menschen, die für einen entsprechenden Termin eine ehrenamtliche Begleitung suchen, leicht zu finden. Mitläufer, die ihre Daten nicht öffentlich machen wollen sind in unserer verdeckten Liste eingetragen und können über unser Orga-Team aktiviert werden.

Wir streben an, neben der direkten, konkreten Hilfe für Menschen mit Begleitungsbedarf noch einige andere Ziele zu erreichen:
1. Wir möchten Menschen dazu inspirieren, sich ehrenamtlich und gemeinnützig füreinander zu engagieren.
2. Wir wollen in der Bevölkerung weit verbreitete Vorurteile abbauen, indem wir Menschen ohne direkten Bezug zum Sozialsystem einen Einblick in die Lebenswelt von Leistungsberechtigten geben. So soll eine breite Erfahrungsbasis für eine offene und sachliche Diskussion über die Zukunft unseres Sozialsystems geschaffen und das gegenseitige Verständnis gefördert werden.
3. Durch die Organisation einer dezentralen, offenen und vor allem gemeinnützigen Zusammenarbeit aus Vereinen, Initiativen und Privatpersonen wollen wir der in unseren Augen als unethisch zu verurteilenden Politik und persönlichen Bereicherung zu Lasten der betroffenen Menschen entgegenwirken.

In diesem Sinne bitten wir um Eure Hilfe:
Wir sehen an den Hochschulen noch ein großes Potential, sowohl an möglichen Mitläufern als auch Menschen mit Begleitungsbedarf. Die von Euch vertretenen Studierenden haben immer weniger Zeit, für die weiter steigenden Lebenshaltungskosten aufzukommen. Wollen sie sich nicht bereits zu Studienzeiten verschulden, sind viele auf Hilfen, wie etwa Wohngeld, angewiesen. Hier können Mitläufer bei der Antragstellung hilfreich zur Seite stehen – besonders, wenn sie selbst Studenten sind.
Um Studierende auf unser Angebot aufmerksam zu machen und sie vielleicht sogar selbst als Begleitende zu gewinnen, wäre Eure Weiterempfehlung an und bei studentischen Selbsthilfegruppen sehr schön. Auch für die Möglichkeit, auf den AStA-Sommerfesten einen Infostand aufzustellen, um dort über uns informieren zu können, wären wir Euch dankbar.

In diesem Sinne freuen wir uns auf eine gelungene Kooperation.
Mit besten Grüßen,

Till Riebeling
WirGehenMit – Die Mitläufer e.V.
WirGehenMit.org
mitlaeufer@wirgehenmit.org
Tel.: 02065-7923199

Die Mitläufer: Eine schöne Bescherung!

Der große Philosoph George Berkeley soll einmal gesagt haben: “Sein, ist wahrgenommen werden.” An diesen Satz musste ich denken, als am 1. Weihnachtsfeiertag das unten eingefügte Video auf Youtube erschien. Offensichtlich sind die Mitläufer wahrgenommen worden!

Und auch das bekannteste Zitat des großen Mahatma Ghandi scheint sich in diesem Video zu bestätigen. Er sagte: “Zuerst ignorieren sie Dich! Dann belächeln sie Dich! Dann bekämpfen sie Dich! Und dann, dann wirst Du sie besiegen!”

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir wollen niemanden besiegen. Weder die Mitstreiter in den anderen Organisationen, Vereinen und Institutionen [3] noch die Mitarbeiter in den Ämtern und Jobcentern.

Und auch ganz klar gesagt: Wir wollen die schnellstmögliche Abschaffung des Unrechtssystems HARTZ4 ! Offensichtlich fühlen sich aber manche streitbaren Geister dazu berufen, die Arbeit der Mitläufer diskreditieren zu müssen. Sonst könnte ein solches Video nicht zustande kommen.

Wir bleiben bei unserem Grundsatz, Mitläufer wirken deeskalierend [1]! Wir lassen den anderen Gruppen gern ihre Art des Vorgehens. Aber was haben zehn Jahre Kampf gegen das System bisher gebracht? Was hat es gebracht, dass den Leuten eingetrichtert wird ohne Justiz kommt man nicht zum Recht? Was hat der bisherige Konfrontationskurs gebracht? Was hat es dem Einzelnen gebracht?

Es hat zumindest dazu geführt, dass die Menschen mit Angst zum Jobcenter gehen, weil dort scheinbar Monster hinter den Schreibtischen sitzen, die mit aller Macht bekämpft werden müssen. Und diese “Monster” schlagen unbarmherzig zurück und nutzen ihre Machtstellung aus, um auch mal zu zeigen, dass sie was zu sagen haben.

Wir wollen, dass damit Schluss ist.Wir wollen, dass es möglich ist ohne Angst zum Amt oder Jobcenter zu gehen. Wir wollen den Menschen (eben nicht Monstern) hinter den Schreibtischen die Chance geben, ihren eigentlichen Auftrag, nämlich Betreuung und Beratung der “Kunden”, leisten zu können.

Unser Anliegen ist es nicht, das System Hartz4 zu erhalten. Es muss abgeschafft werden! Aber solange es dieses System noch gibt, muss der einzelne Hilfesuchende die Möglichkeit haben, dort vorzusprechen und seine Anliegen bearbeitet zu bekommen, ohne dass ein Kleinkrieg [2] zwischen ihm und dem Sachbearbeiter entsteht. Das geht, nach unserer Ansicht, nur mit einem deeskalierenden Beistand!

Nur wenn es uns gelingt Gespräche zu führen und beide Seiten zu Wort kommen zu lassen, kann es gelingen aus dem System, solange es dieses noch gibt, für jeden Einzelnen das Beste rauszuholen – das ist unser Ansatz. Und den vertreten wir hier auf diesem Blog in unserer Facebook-Gruppe und zu anderen Gelegenheiten. Wer sich daran auf unseren Seiten nicht halten und Parolen, Hetze und Ähnliches verbreiten will, hat da nichts zu suchen und wird gelöscht. Dieses Recht nehmen wir uns heraus – wie sich Andere herausnehmen ihren Weg zu gehen.

Mitläufer und Hilfesuchende können sich aussuchen, welcher Weg der ist, den sie mitgehen wollen. Sie sind herzlich willkommen.

Hier das oben angesprochene Video:

[1]Unser Kodex: http://wirgehenmit.org/?page_id=16
[2]Unsere Stellungnahme zur Gewalt: http://wirgehenmit.org/?p=512
[3]Unser Angebot zur Zusammenarbeit: http://wirgehenmit.org/?p=431

Kooperationen & Vernetzung

Wir versuchen, uns möglichst bunt und breit zu vernetzen. Da wir nicht überall vor Ort sein können, sind z.B. gemeinsame Schulungen, Beistandssuche oder Infostände nicht immer möglich, manchmal läuft es vielleicht nur auf eine gefühlte Solidarität und einen Linktausch hinaus. Angebote, die wir selbst nicht abdecken können, sind häufig bei anderen zu finden. Wir suchen Zusammenarbeit auf Basis eines Minimalkonsenses (siehe Zusammenarbeit mit Inis) und auch wenn unsere Liste noch klein ist, hoffen wir, dass in Zukunft noch viele weitere Initiativen, Vereine und Zusammenschlüsse hinzukommen. Wenn Ihr auf dieser Liste stehen wollt, könnt Ihr Euch per Email an Klaus inikontakt@wirgehenmit.org oder an unser Mitläufertelefon wenden.

Bundesweit:
BV INSO – Bundesverband Menschen in Insolvenz und neue Chancen e.V.

Dresden:
*sowieso* Frauen für Frauen e.V.
Sie bieten Schulungen für Beistände an und sind Beratungsstelle für Frauen, unter anderem zu Erwerbslosigkeit und SGB IX, Bildung und Kulturelles tätig.

Duisburg:
Bürger für Bürger Duisburg e.V.
Sie haben uns unter anderem bei unserem Flyerdruck unterstützt, der Verein bietet Unterstützung in vielen Aspekten: Lebensmittelhilfe, eine Staßenambulanz und Streetwork. Da er das ehrenamtlich und mildtätig ohne Unterstützung aus öffentlicher Hand leistet, ist er sehr auf die Unterstützung und Spenden von Außen angewiesen.

Mainz:
PENG – Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V.
Der Verein stellte uns seine Räume für das 1. Mitläufertreffen Rheinhessen zur Verfügung. Das große Netzwerk kreativer und engagierter Menschen in Mainz ist immer einen Besuch wert.

München:
I.G.E.L. – Interessengemeinschaft der Erwerbslosen München und Umgebung
I.G.E.L bietet gemeinsame Schulungen für ehrenamtliche Begleiter und Beistände an, gemeinsam suchen wir nach Beiständen. Unser Testprojekt ist eine gemeinsame Münchner Beistandsdatenbank. I.G.E.L. bietet auch Rechtsberatungen, einen regelmäßigen Infostand und einen regelmässigen Stammtisch für Erwerbslose an.

Weitere Einträge folgen hier in kürze.

Bürger für Bürger Duisburg e.V. braucht Unterstützung

Der Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer” schätzt die Arbeit von Bürger für Bürger Duisburg e.V.  und die bisherige Zusammenarbeit sehr. Wir hoffen, mit der Veröffentlichung dieses Aufrufes dazu beitragen zu können, daß die schwierige Situation, in der der Verein gerade steckt, bekannt wird. Vielleicht finden sich einige Menschen, die in einer solidarischen Geste finanzielle Unterstützung leisten können. Hier folgt ein Aufruf des Vereins.

Bürger für Bürger Duisburg e.V. braucht Unterstützung

Dem Verein droht das finanzielle Aus! Alleine die hohen Kosten für die dringend anstehenden Arbeiten am Beratungscontainer betragen, laut Kostenvoranschlag,  mehr als 5000€.

Die beiden Lieferwagen des Vereines, mit denen Lebensmittelspenden eingesammelt werden, sind reparaturbedürftig und werden ohne aufwendige Arbeiten vermutlich den nächsten TÜV nicht überstehen.

Stetig steigende Kosten für Diesel erschweren die Situation erheblich. Das Selbe trifft auf die Stromkosten für die verschiedenen Projekte zu. Ein Beispiel: allein für die Bereitstellung des Stromanschlusses am Beratungscontainer wurden von den Stadtwerken Duisburg über 800€ in Rechnung gestellt, und das sind nur einige “Baustellen”.

Hier ein Überblick über die Aktivitäten des Vereins:

Lebensmittelhilfe:

Ca. 5000 Menschen in ganz Duisburg werden unterstützt, sowie Kindergärten, Jugendtreffs und Schulen im Raum Duisburg.

Wir unterstützen zudem verschiedene Tafeln im Umkreis, welche ähnliche Ziele verfolgen.

Straßenambulanz:

Die Straßenambulanz des Vereins Bürger für Bürger Duisburg e.V. fährt zu Standorten in Duisburg, Neukirchen-Vluyn und Moers. Hier hält sich der Patientenstamm auf, der die Straßenambulanz dringend benötigt. Das Ambulanz-Team besteht aus einem Professor, drei Ärzten und drei Krankenschwestern.

Streetworking :

Streetworking findet direkt im Lebensraum derjenigen statt, die auf der Straße leben und unsere Hilfe dringend brauchen. Ohne die Hilfe der Streetworker hätten die meisten betroffenen Menschen keine Chance auf ein “normales” Leben.

Lebenshilfe :

Hilfestellung in allen Belangen des täglichen Lebens, wie z. B. Begleitung bei Behördengängen, Unterstützung bei der Gesundheitsversorgung,

Kommunikation mit sozialen Randgruppen, ist eine weitere Hauptaufgabe von Bürger für Bürger e.V.

Der Hartzsens Mountain Treff :

Ein sehr hoher Anteil von Hartz IV-Empfängern und Rentnern mit geringen Bezügen isolieren sich von der Außenwelt. Sie nehmen nicht  mehr am Gesellschaftsleben teil. Wir wollen mit unseren Möglichkeiten dafür sorgen, Menschen sozialer Randgruppen mit anderen Betroffenen zusammen zu bringen. So haben sie die Möglichkeit, sich aus ihrer  häuslichen Isolierung zu befreien, mit andern Menschen zu  kommunizieren und gemeinsam etwas zu unternehmen. Der Hartzsens Mountain Treff ist deshalb Café und mehr, als Treffpunkt für Geringverdiener.

Cafe Lotte“- Bertatungs- und Untersuchungscontainer 

Am 10.05.2012 startete offiziell das Projekt Cafe Lotte.

Hintergrund und Ausgangslage: 

Duisburg  verfügt über eines der bundesweit größten Sexarbeits-Areale. Im Bereich  der  Vulkanstraße dienen derzeit 432 Zimmer der Sexarbeit, ein  weiterer  Ausbau ist geplant. Für NRW gilt das Areal bereits jetzt als  größtes Bordellviertel im Land.

Die Gesundheitsversorgung – insbesondere im Bereich der sexuellen Gesundheit – ist für  die hier arbeitenden Frauen und ihre Gäste aus Sicht der am Projekt  beteiligten Fachleute ungenügend. Auch weitergehende Beratungen zu den  vielfältigen Fragen der Sexarbeit sind derzeit nur eingeschränkt  verfügbar.

Mit  der Aufnahme von Bulgarien und Rumänien als EU-Mitgliedsstaaten kamen  viele Frauen aus diesen Ländern nach Deutschland und auch in das Areal  Vulkanstraße, um in der Sexarbeit tätig zu werden.  Die Sprachkenntnisse der Frauen sind, zumindest anfangs, sehr schlecht.  Sie  kennen sich wenig in den Gepflogenheiten des Milieus aus, arbeiten  ohne  Schutz und zu niedrigen Preisen. Auch fehlen ihnen Kenntnisse  über die rechtliche Situation (Aufenthalt, Freizügigkeit, Steuern,  Selbständigkeit, etc.). Sie haben keinerlei Anlaufstellen und sind  deshalb oftmals unlauteren Profiteuren ausgeliefert und werden in   Abhängigkeitsverhältnisse gedrängt.

Das Projekt:

Mit   einer Onsite- Beratungsstelle (Arbeitstitel “Café Lotte”) soll ein  spezialisiertes Beratungsangebot unmittelbar vor Ort im Bordellviertel  entstehen, in dem verschiedene Kompetenzen zusammengefasst werden.  Zentraler Beratungsaspekt ist die Gesundheitsberatung vor Ort. Viele Frauen besitzen keine Krankenversicherung und haben keine Möglichkeit der gesundheitlichen Versorgung. Das Projekt will sowohl präventiv beraten, als auch konkrete Hilfen anbieten.

Das  Projekt wird nicht nur die Situation der Frauen in Duisburg verbessern,  sondern darüber hinaus wirken. Sexarbeiterinnen sind mobil: ein  umfassendes Beratungsangebot – Sprachkompetenz, Gesundheits- und   Sozialberatung, Rechtsvermittlung in Duisburg würde nachhaltig zur  Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migrantinnen in NRW   führen, da sich die aus dem gleichen Herkunftsland stammenden Frauen   eine eigene Infrastruktur aufbauen und Informationen weitergeben.

Das   Projekt ist seit einem Jahr im Aufbau, konnte seine Arbeit aber  mangels  “Masse” (Geld für Umbauarbeiten am Container) noch nicht  wirklich  beginnen (Untersuchungen finden zur Zeit noch in einem  Krankenwagen  statt). Von den anfänglich angedachten Projektpartnern,  Madonna e.v,  Bochum, sowie der Mitarbeiterin des Duisburger  Gesundheitsamtes hat sich  der Verein getrennt, da der verantwortliche  Betreiber von Bürger für Bürger Duisburg e.V.  weder  bereit ist  Einstiegsberatungen für Sexdienstleisterinnen, noch für  ungewollte,  durch ungeschützte Prostitution entstandene  Schwangerschaftsabbrüche  eine welche auch immer geartete Infrastruktur  zur Verfügung zu stellen!

Projektbeteiligte:

Die   Straßenambulanz des Vereins Bürger für Bürger-Duisburg e.V. stellt die   Infrastruktur (Bürocontainer) zur Verfügung und übernimmt einen  Großteil  der medizinischen Versorgung. Mit weiteren kompetenten  Partnern wird derzeit verhandelt!

Stand der Dinge

Der Verein Bürger für  Bürger – Duisburg e. V., hat einen Container auf dem Parkplatz der Stadtwerke aufgestellt, der Anlaufstelle für Beratung und  medizinische Belange   für die Sexarbeiterinnen in der Umgebung bieten soll. Alleine die   anstehenden Kosten für Umbauten, sowie die Anschlüsse für Strom und   Wasser belaufen sich auf 10.000 €.

Neues Projekt: “Tier-Straßenambulanz-Duisburg”

Ab   Januar 2013 wird BfB und der Verein für Sanitätsdienste Duisburg e.V.   aus Homberg, eine Tier-Straßenambulanz in Duisburg betreiben. Auch   dieses Projekt wird ehrenamtlich, ohne Gewinnorientierung den   Bedürftigen unserer Stadt zur Verfügung gestellt werden, um der Abzocke   der Veterenärmediziener unserer Stadt einen Gegenpol zu bieten. Auch   hier sind Spenden willkommen!!

Für alle oben genannten Aktivitäten sind umfangreiche Mittel notwendig. Da weder Stadt noch Land einen Zuschuss geben, hofft Rolf Karling, Vorsitzender des Vereins Bürger für Bürger Duisburg e. V. , jetzt umso mehr auf die Hilfsbereitschaft freundlicher Menschen. Der Verein ist beim Finanzamt Duisburg als mildtätig anerkannt und  kann daher für Zuwendungen Spendenbescheinigungen ausstellen.  Unterstützen Sie bitte eine not-wendende soziale Arbeit. Jeder Betrag  ist willkommen, schon jetzt: Vielen Dank.

Spenden Konto: 

Sparkasse Duisburg

BLZ.: 350 500 00

Konto: 200 096 022

Bürger für Bürger Duisburg e.V.

 

Es existiert inzwischen auch ein Pledgebank Aufruf, den Ihr gerne verbreiten könnt:

http://www.de.pledgebank.com/bfbduisburg

1. Mitläufertreffen Rheinhessen

Hallo liebe Freunde, Mitläufer und Interessierte

Am Sonntag, dem 18.11. sind von 16.00 bis 20.00 Uhr alle Mitläufer, Begleitete, Freunde und Interessierte herzlich eingeladen, im Pengland in der Martinsstraße 11 in Mainz Erfahrungen zu Begleitungen zum Jobcenter, Amt oder Behörden auszutauschen, sich kennen zu lernen und gemeinsam Ideen zu entwickeln.

So können Interessierte und neue Mitläufer mehr über das ehrenamtliche Begleiten erfahren, sich untereinander vernetzen und zusammen Ideen sammeln, wie man auf die Hartz4-Problematik aufmerksam machen und in der Öffentlichkeit eine sachliche Diskussion über die Zukunft unseres Sozialsystems fördern kann.

Die Geschehnisse rund um das Refugeecamp am Pariser Platz hat einen solidarischen Handlungsbedarf auch bei Begleitungen von Aslybewerbern und Migranten deutlich aufgezeigt. Auch darüber sollten wir diskutieren.

Schulung für Beistände im *sowieso* in Dresden

Am Fr, 23.11.2012 um 9.30 Uhr findet im *sowieso* in Dresden eine Schulung mit dem Thema “Weiterbildung zum SGB II für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe” statt, die aber auch für Mitläufer interessant ist und zu der die Mitläufer auch Willkommen sind. Informationen und Anmeldung bis zum 16.11.2012 im *sowieso*.
Termin: Freitag, 23.11.2012
Ort: *sowieso*, Angelikastr. 1, 01099 Dresden
Referentin: Lydia Bindrich (Diplom-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin,
Beraterin zum Thema Erwerbslosigkeit im *sowieso*, Frauen für Frauen e.V.)

 
Inhalte / Ablauf:
9.30-12 Uhr Überblick über das SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende)
· Verhältnis der Grundsicherung für Arbeitsuchende zu anderen Sozialleistungen
· Aufbau und Grundsätze des SGB II
· Anspruchsvoraussetzungen und Leistungen
· Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen
· Gemeinschaftstypen im SGB II
· Mitwirkungspflichten und Sanktionen
12-13 Uhr Mittagspause
13-15.30 Uhr Themen und Fragen aus der Praxis
· Besonderheiten bei Unter-25jährigen
· Besonderheiten bei Familien und Alleinerziehenden
· Handlungsmöglichkeiten (Rechtsweg, Umgang mit dem Jobcenter etc.)
· Unterstützung für Menschen in existenziellen Notlagen
· Tipps für die Beratung (Literatur, Informationsquellen im Internet, …)

 
Teilnahmebeitrag: 10 €
Informationen und Anmeldung bis 16.11.2012 im *sowieso*,Angelikastr. 1, 01099 Dresden, Tel. 0351/8041470, Mail: frauen.sowieso@gmx.de, www.frauenzentrumsowieso.de