Klarstellung

In den vergangenen Tagen wurde die technische Infrastruktur des Vereins “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” widerrechtlich zur Werbung für einen anderen Verein genutzt und hat dadurch zu Irritationen geführt. Dazu folgende Klarstellung:

Der Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” agiert in der seit zwei Jahren bewährten Weise. Wir werden unsere Arbeit für Euch wie gewohnt fortsetzen.

Die beiden unterzeichnenden Vorstandsmitglieder des Vereins “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” haben auf der Grundlage der §§ 664 und 665 BGB und in Rücksprache mit weiteren Mitgliedern des Vereins den untenstehenden Beschluss gefaßt. Grund für den Beschluss ist u.a. folgendes Fehlverhalten:

– Frank Knott (ehemaliges Gründungsmitglied des Vereins) nutzt die Socialmedia-Accounts (Facebook, Twitter) unberechtigt für das Bewerben eines eigenen Vereins und gleichzeitig wurde dem Vorstand jeglicher Zugriff verweigert oder genommen.
– Die seit zwei Jahren bekannte Rufnummer der Mitläufer-Zentrale wird übergangslos und ohne Erklärung als Kontakt-Rufnummer für den neuen Verein angegeben (http://menschistmensch.de/impressum.html )
– Der Kodex der Mitläufer ist widerrechtlich auf die Homepage des Vereins “Mensch ist Mensch” eingestellt worden.
– Trotz mehrfacher Aufforderung wird das Führen eines Fahrtenbuches für das Mitläufer-Auto durch Frank Knott vehement verweigert, sodaß der Vorstand über die tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs ebenso im Unklaren bleibt, wie alle Spender, die das Fahrzeug ermöglichten.
– Die Mitläufer-Suchliste wurde ohne Erlaubnis oder Beschluss auf eine neue Domain übertragen ( www.diemitläufer.de ). Damit hat Frank Knott die ihm anvertrauten Daten der bundesweiten Mitläufer mißbraucht und einen schwerwiegenden Verstoß im Sinne des Datenschutzes begangen.

Diese Verstöße wurden, zumindest in Teilen, aktiv durch seine Lebenspartnerin und zweite Vorsitzende des Vereins “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” Christina Henze unterstützt.

Beschluss:

1. Wir entbinden Frank Knott und Christina Henze mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben im Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.”
2. Die Mitgliedschaften von Frank Knott und Christina Henze werden ruhend gestellt.
3. Beiden ist es mit sofortiger Wirkung untersagt als “Mitläufer” zu agieren oder im Namen des Vereins “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” oder der “#Mitläufer” zu handeln oder zu sprechen.
4. Beiden wird der Beschluss schriftlich mitgeteilt.

Der Beschluss ist gültig bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Diese wird vom verbleibenden Vorstand schnellstmöglich einberufen.

Wir bedauern dieses Fehlverhalten zutiefst und bitten die Hilfesuchenden, die Mitläufer und alle dem Verein nahe stehenden Menschen um Entschuldigung.

Für den Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.”

gez. Hans-Peter Weyer, 1. Vorsitzender
gez. Klaus Sommerfeld, Schatzmeister

Aktive “Mitläufer” in Berlin

Am Donnerstag, 08.05.2014, wird der Verein ‘Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.’ an verschiedenen Jobcentern in Berlin die Arbeit der ‘Mitläufer’ im Rahmen einer Flyer-Aktion den Besuchern vorstellen.

“Immer mehr Menschen leiden unter der restriktiven Politik und den immer mehr ausufernden Sanktionen der Jobcenter.” erklärt Hans-Peter Weyer, 1. Vorsitzender des Vereins ‘Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.’ “Da sollte niemand mehr allein zum Amt gehen. Der ehrenamtliche Dienst der Mitläufer wird auch in Berlin immer dringender.” Um den betroffenen Kunden der Jobcenter von der Möglichkeit zu erzählen einen kostenlosen und ehrenamtlich tätigen Mitläufer als Beistand mitzunehmen, wird Weyer mit anderen Mitläufern vor drei Berliner Jobcentern Flyer verteilen sowie Rede und Antwort stehen.

Am Donnerstag, 08.05.2014, werden die Mitläufer von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr vor dem Jobcenter Neukölln, Mainzer Strasse 27 anzutreffen sein. Von ca. 10.30 bis 13.00 Uhr können Betroffene die Mitläufer vor dem Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg, Rudi-Dutschke-Strasse 3 ansprechen. Und auch Berufstätige oder Selbständige haben die Möglichkeit sich vor dem Jobcenter Mitte, Seydelstrasse 2-5, von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, über die Arbeit der Mitläufer in Berlin informieren zu lassen.

“Wer uns am Donnerstag nicht antrifft, kann sich jederzeit unter mitlaeufer-suche.tk selbst an einen Berliner Mitläufer wenden oder über unsere bundesweite Rufnummer 02065-7923199 weitere Informationen einholen.” verspricht Weyer, der als Sozialberater aus Duisburg auch über die Mailadresse hpweyer@wirgehenmit.org bundesweit mit Fragen angesprochen werden kann.

Mitläufer Infostände in NRW

Am 5./6.04.2014 Bielefeld

Mit einem Infostand macht der Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” am 05. und 06.04.2014 auf dem Landesparteitag der Piratenpartei NRW in Bielefeld auf seine Arbeit aufmerksam. Jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr sind Mitläufer am Stand ansprechbar.
Der Parteitag findet statt im KuKS, Meisenstrasse 65, Bielefeld

Am 12./13.04.2014 Essen

Ein Sozialcamp der Piratenpartei Deutschland findet am 12. und 13.04.2014 im Unperfekthaus in Essen statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Mitläufer mit einem Infostand auf Ihre Arbeit aufmerksam machen und am Samstag von 15.30 bis 19.00 Uhr den Arbeitsslot gestalten.
Themen dieses Slots werden sein
1. Geschichte der Mitläufer und Entwicklung des Vereins
2. Psychologische Hintergründe zur Wirkung des Beistandes
3. Mitläufer, Aufgaben, Erfahrungen, Möglichkeiten (Mitläufer-Schulung)
Das gesamte Programm unter weitere Infos sind unter diesem Link zu finden
http://wiki.piratenpartei.de/Sozialpiraten/Meetings/Real-Life/Essen-2014-04-12

 

 

 

„Roma in Deutschland“ Vortrags und Diskussions-Veranstaltung

Der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna veranstaltet am Mittwoch den 12.03.2014 um 19.00 Uhr eine Vortrags- und Diskussions-Veranstaltung im Cafe im ZIB, Lindenplatz 1 in Unna.

Am 1. Januar fielen die letzten Arbeitsmarkt-Beschränkungen für Bulgaren und Rumänen; die meisten, die in Deutschland arbeiten wollen, werden vermutlich Roma sein. Im Ruhrgebiet sind es bereits jetzt Zehntausende, weitere werden folgen. In die Schlagzeilen kommen nur die negativen Geschichten. So wie jene aus Duisburg-Rheinhausen, wo das sogenannte Problemhochhaus steht. Dort lebten laut Medienberichten bis zu tausend Roma auf engstem Raum. Das schürt Ängste, Vorurteile und Ablehnung.

Um die Diskussion auf eine sachliche Ebene zu bringen, lädt der Runde Tisch gegen Gewalt und Rassismus Unna im Rahmen der Anti-Rassismuswoche zu der Veranstaltung im Cafe im ZIB ein. Als Referent wurde Hans-Peter Weyer, Sozialberater und Familiencoach aus Duisburg eingeladen. Weyer ist Vorsitzender des Vereins “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” und in der Beratung und Begleitung hilfebedürftiger Menschen tätig. Dazu zählen auch die Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien.

Nach einem Kurzfilm zur Situation der Roma in Serbien und Kosovo, wird Herr Weyer, die in den Köpfen der Menschen nicht vorhandene Unterscheidung von Rumänen und Roma näher erläutern. Dazu wird er die geschichtlich entwickelten Vorurteile gegenüber Roma beleuchten und dann auf die daraus resultierende Situation der Zuwanderer am Beispiel Duisburg eingehen und erzählen was hier bisher getan bzw. (nicht) erreicht wurde. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Mitläufer beim Europaparteitag Die LINKE

Auf dem Europaparteitag der Partei Die LINKE am kommenden Wochenende 15./16.02.2014 in Hamburg wird der bundesweit agierende Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” sein Arbeit an einem Infostand präsentieren.

Mehr als 350 ‘Mitläufer’ begleiten seit Juli 2012 in ganz Deutschland als Beistand ehrenamtlich und kostenlos Menschen bei Ämter- und Behördengängen. “Von Anfang an war uns die Vernetzung mit anderen Organisationen ein Hauptanliegen” erklärt Hans-Peter Weyer, 1. Vorsitzender des Vereins. “Neben unserer auf die Begleitung ausgerichteten Arbeit, brauchen die Menschen auch die Unterstützung von Beratungsstellen und Fachorganen. Hier ist die Zusammenarbeit mit vielen Organisationen, Verbänden und Parteien, zum Wohle der betoffenen Menschen notwendig.”

Sozialberatungsstellen und Kreisverbände der Partei Die LINKE gehörten von Anfang an zu den Unterstützern der ‘Mitläufer’. Der freundlichen Einladung sich beim Europaparteitag vorzustellen, folgen die ‘Mitläufer’ daher gern, um die Vernetzung bundesweit weiter auszubauen. Der 1. Vorsitzende Hans-Peter Weyer und der Schatzmeister des Vereins Klaus Sommerfeld werden neben weiteren aktiven Mitläufern den Stand betreuen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

“Wir bleiben trotzdem weiterhin parteipolitisch neutral und freuen uns auch über jede Einladung und Unterstützung anderer demokratischer Parteien und Organisationen” ergänzt Weyer. “Es geht um die praktische Hilfe für Menschen, die sich im Ämtersystem unseres Staates verloren fühlen und dringend Hilfe brauchen. Dazu ist die Bündelung aller möglichen Kräfte nötig.”

#Mitläufer beim WDR Fernsehen

Ein Mitläufer wurde von einem Fernsehteam der WDR Lokalzeit Duisburg bei der Hilfestellung als Beistand im Amt für eine hilfesuchende Dame begleitet. Bei der Ausstrahlung stand der 1. Vorsitzende des Vereins Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V., Hans-Peter Weyer, dem Moderator Rede und Antwort.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duisburg/videodiemitlaeufer100.html

Die Mitläufer wünschen frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2014

Liebe Hilfesuchende, liebe Freunde,
liebe Mitläufer, liebe Kooperationspartner!

Ein bewegendes Jahr voller Höhen und Tiefen in allen Bereichen liegt hinter uns. Im Verein gab es heftige Diskussionen über die Ausrichtung der Mitläufer, tagelange Downtime unserer Homepage, vorübergehender Ausfall unserer Mitläufer-Suche und Neuwahl des Vorstandes. In der Politik hat sich nichts positiv verändert, sondern die Lage wird immer schwieriger. Die Not der Menschen nimmt ständig zu. Die Anfragen nach Begleitung und Beratung und die damit verbundenen Aufgaben werden immer mehr.

Und bei Alledem ist die Marschrichtung der Mitläufer immer noch klar und eindeutig: Ehrenamtlich, hilfsbereit, engagiert und solidarisch immer an der Seite der Menschen, die unsere Hilfe wollen, genau da hin, wohin uns die Menschen mitnehmen wollen. Diese Marschrichtung haben wir alle gemeinsam in den letzten eineinhalb Jahren ungeachtet aller Probleme und Schwierigkeiten beibehalten. Dabei sind wir zu einer Solidargemeinschaft zusammengewachsen, in der inzwischen über dreihundert Menschen bundesweit ihre Hilfsbereitschaft und ihr ehrenamtliches Engagement unter dem Kodex der Mitläufer zeigen und leben. Eine stetig wachsende Vernetzung mit Kooperationspartnern verschiedener Hintergründe und Aufgabengebiete läßt die Hilfe für die Menschen, die sich uns anvertrauen, immer professioneller werden und ermöglicht es uns fachkundige Beratungen und sachgerechte Hilfe unserer Begleitung voranzustellen.

Die Zahl der Begleitungen, die wir seit Bestehen der Mitläufer durchgeführt haben, können wir von hier aus gar nicht abschätzen, aber als Anhaltspunkt sei die Zahl von weit über 500 Begleitungen in diesen eineinhalb Jahren genannt, die allein durch unseren Frank Knott in Duisburg und Umgebung durchgeführt wurden – neben seiner Tätigkeit an der zentralen Telefonnummer der Mitläufer. Möglich sind diese vielen hundert Begleitungen in ganz Deutschland durch Euer stetiges Engagement und das Vertrauen, das uns die Menschen entgegenbringen, die unsere Begleitung wünschen. Für dieses Vertrauen sagen wir Dankeschön allen Begleiteten, aber auch Dankeschön an alle Mitläufer. Nur durch Eure gute Arbeit ist dieses Vertrauen entstanden und gewachsen.

Die Idee, Menschen in schwierigen Situationen zu begleiten und damit die größte Solidargemeinschaft ehrenamtlich tätiger Menschen zu schaffen, hat laufen gelernt. Und wir laufen inzwischen in die verschiedensten Richtungen. Hauptrichtung ist immer noch das Jobcenter (Alg II/Hartz4), gefolgt von Amt für Grundsicherung (Sozialhilfe), Ausländeramt, Jugendamt, Rentenversicherung und Kindergeldkasse. Doch die Anfragen gehen schon weit über die erste Idee, einer Begleitung zum Amt, hinaus. Auch Begleitungen zu Kreditverhandlungen, amtsärztlichem Dienst, Zahnarzttermin, Gerichtstermin oder Schulpflegschaft sind schon angefragt worden. Besonders gern haben wir auch die Anfrage einer älteren Dame positiv beantwortet, die jemanden haben wollte, der sie begleitet, wenn sie ihre Rente von der Bank abholt. Jeden Monat wird sie nun von einem Mitläufer auf diesem Weg begleitet.

Wir haben bei allen uns zugegangenen Anfragen immer nach der Prämisse gehandelt, wenn sich ein Mitläufer bereit erklärt die Begleitung durchzuführen, wird sie durchgeführt. Und wir können mit Stolz feststellen, dass nach unserer Erkenntnis in den eineinhalb Jahren nur zwei Anfragen mangels Mitläufer nicht erledigt werden konnten. Deshalb auch an dieser Stelle neben dem Dank an alle Mitläufer, auch der Dank an alle Kooperationspartner, die viele Begleitungen möglich gemacht haben, wenn ein Mitläufer fehlte.

Wir können alle zusammen dankbar und stolz sein für die geleistete Arbeit in dem nun ausklingenden Jahr 2013.

Und wie geht es weiter? Die Zahl der Anfragen steigt ständig. Umso größer wird im kommenden Jahr unsere Anstrengung sein auch die Zahl der Mitläufer zu steigern und weitere engagierte Menschen zu finden. Dabei kann jeder einzelne Mitläufer auch in seinem persönlichen Umfeld mitwirken. Unser Ziel ist es Ende 2014 die Zahl von 1000 Mitläufern bundesweit im Einsatz zu haben. Das ist ein hoch gestecktes Ziel, das eine Verdreifachung der jetzigen Zahl bedeuten würde. Dieses Ziel zu erreichen werden wir 2014 mehr regionale Veranstaltungen durchführen. Sowohl auf Werbung in den regionalen Medien wie auch auf Vorträge und Grundschulungen für interssierte Menschen werden wir unser Hauptaugenmerk legen. Dazu hoffen wir auf Eure Unterstützung.

Es sind inzwischen mehrere Bitten von Mitläufern bei uns eingegangen, die gern die Mitläufer ihrer Region zum (vielleicht regelmäßigen) Erfahrungsaustausch aufrufen würden. Auch solche Treffen unterstützen wir gern und bieten auch in diesem Zusammenhang unsere Vorträge und Grundschulungen an. Wenn Ihr Interesse an verstärkten Aktivitäten dieser Art in Eurer Region habt, dann schreibt uns bitte eine Mail an vorstand@wirgehenmit.org damit wir gemeinsam die weiteren Schritte für Eure Region planen können.

Auch 2014 wird die Arbeit unserer Solidargemeinschaft nicht weniger werden, sondern erheblich zunehmen. Umso dankbarer sind wir im Vorstand, dass wir schon einen so großen Stamm an Mitläufern haben, auf die wir uns ebenso verlassen können, wie die Menschen, die auf unsere Begleitung hoffen.

In diesem Sinne wünschen wir ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein, für jeden Einzelnen und für uns alle gemeinsam, erfolgreiches Jahr 2014.

Hans-Peter Weyer
1. Vorsitzender

Christina Henze
2. Vorsitzende

Klaus Sommerfeld
Schatzmeister

E-Mail: vorstand@wirgehenmit.org

“Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei

Am Sonntag, dem 01.12.2013 wird sich der Verein “Wir gehen mit – Die Mitläufer e.V.” durch seinen Vorstand auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland in den Messehallen in Bremen präsentieren.

Die Parteitagsorganisation der Piratenpartei hat sich bereit erklärt, dem Verein, der ehrenamtlich Menschen zum Amt begleitet, für diese Vorstellung im Laufe des Tages einen Redeslot einzuräumen.

Im Anschluss an die Vorstellung wird für Interessierte eine Multiplikatorenschulung durch den Verein angeboten. Diese wird von 14:00 bis voraussichtlich 16:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Bundesparteitages in der Messehalle 7 (Raum 2), Finddorfstraße 101, 28215 Bremen stattfinden. Ziel dieser Schulung ist es, allen Interessierten die Tätigkeitsbereiche des Vereins aufzuzeigen und den Weg zur erfolgreichen Begleitung zu vermitteln.

Da der Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland eine öffentliche Veranstaltung ist, sind alle Interessierten, Piraten wie Nicht-Piraten, recht herzlich eingeladen, an der Vorstellung und der Schulung der Mitläufer teilzunehmen und sich vom Verein und seiner Arbeit ein Bild zu machen. Die Teilnahme ist kostenlos. “Unser Verein lebt von seinen Mitgliedern”, so Hans-Peter Weyer, 1. Vorsitzender der Mitläufer, “darum freuen wir uns über jeden weiteren Zuwachs.”

Anfahrt und Lageplan:
http://www.messe-bremen.de/deu/Anreise.html

100 Tage Mitläufer – Eine Idee lernt laufen

Rund 100 Tage gibt es jetzt die “Mitläufer”. Entstanden sind sie nach einem Artikel der FAZ, in dem Johannes Ponader, poltitischer Geschäftsführer der Piratenpartei, seinen Rücktritt vom Amt erklärte [1]. In diesem Artikel wurde darauf hingewiesen, dass die Situation der Menschen sich dadurch erheblich verändern würde, wenn jeder mit einem Beistand zum Jobcenter gehen könnte. Spontan fanden sich Menschen zusammen, die diese Idee zur Realität werden liessen. Sie gründeten “Wir Gehen Mit – Die Mitläufer”.

Inzwischen sind mehr als 150 Menschen in der Mitläuferliste [2] in über 100 Städten in Deutschland verzeichnet. Und fast jeden Tag kommen weitere Mitläufer hinzu. Jeder, der sich in die Liste einträgt, hat sich damit auch dem “Kodex”[3] der Mitläufer verpflichtet und kann sich ein “Mitläufer 1×1″ [4] herunterladen. All diese Hilfen stehen auf der Internetseite der Initiative www.wirgehenmit.org als Download zur Verfügung bzw. sind dort einzusehen.

Erst vor wenigen Tagen wurde das Design der Website von der Technik des Orga-Teams der Mitläufer neu gestaltet und die Möglichkeiten zum Download geschaffen. Hier ist neben den bereits genannten Hilfen auch die Möglichkeit gegeben sich das Logo und die Flyer der Initiative herunterzuladen. “Wir wollen allen Helfern und Mitläufern in Deutschland die gleichen vielfältigen Möglichkeiten eröffnen, die Initiative überall bekannt zu machen.” betont Till Riebeling, Initiator von WirGehenMit. “Das ist nur möglich, wenn überall dafür nutzbare Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Dabei ist das Internet eine wichtige Quelle des kooperativen Erarbeitens und der Verbreitung.”

Natürlich sind auch die Begleiteten aufgerufen Ihre Erfahrungen mit den Mitläufern auf der Internetseite zu teilen. Dazu wurde neu die “Feedback-Seite” [5] eingerichtet. Hier kann jeder seine Erfahrungen posten. Der Beitrag wird von den Administratoren der Seite noch einmal auf Anonymität geprüft und notfalls vor dem Veröffentlichen entsprechend angepaßt. “Wir wollen dadurch vermeiden” erklärt Pressesprecher Hans-Peter Weyer, “dass Menschen im Überschwang der Gefühle zu viele persönliche Dinge preisgeben und dadurch erkennbar werden können.” Der Schutz der Hilfesuchenden ist ein zentrales Thema der Mitläufer – auch im Internet. So werden auch keinerlei Daten gespeichert, wenn jemand die Website besucht.

Auch auf Twitter, bei Facebook und bei Google+ sind die Mitläufer zu finden. “Wir nutzen alle Wege, um einem Hilfesuchenden einen Mitläufer zur Seite stellen zu können”, ergänzt Weyer. So kommen immer mal Anfragen in der Zentrale an, bei denen die Orte  bisher nicht in der Liste stehen. “Auch in diesen Fällen können wir fast immer helfen, indem wir die Suchanfrage anonymisiert über alle Kommunikationskanäle verbreiten.” Dabei ist es auch schon passiert, dass ein Mitläufer schon mal hundert Kilometer zurückgelegt hat, um den Hilfesuchenden nicht allein stehen zu lassen.

“Es ist eine tolle Erfahrung, wie viele Menschen sich inzwischen so sehr für diese Idee einsetzen”, begeistert sich Initiator Riebeling. “Dieses Engagement hatte ich zwar erhofft, aber in diesem Ausmaß anfangs nicht erwartet. Aber es zeigt, dass die Menschen zusammenhalten wollen, wenn es drauf ankommt. Und das über alle Gesellschaftsschichten hinweg. Es ist eine Form der Nachbarschaftshilfe, die jeder mitmachen kann. Es sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich, da es nur um das dabei sein, die moralische Unterstützung der Betroffenen geht.”

Hier liegt auch der entscheidende Unterschied der Mitläufer zu anderen Hilfsorganisationen. In einer Positionierung [6] hat die Initiative dies erklärt. Die Mitläufer bieten z.B. keine Rechtsberatung an. “Da gibt es viele gute Vereine und Organisationen, die das viel besser können als wir und viel mehr Erfahrung damit haben”, erklärt Weyer. “Wir wollen keine Konkurrenz zu den bisherigen Organisationen sein. Die Mitläufer tun das, was der Name sagt – sie laufen mit.” Der psychologische Effekt der dritten Person im Gespräch zwischen Sachbearbeiter und Hilfesuchendem sei enorm. In vielen Fällen haben die Begleiteten erklärt, dass sie viel entspannter in das Gespräch gehen konnten und dass der Sachbearbeiter viel freundlicher reagiert hatte als in den Gesprächen zuvor.

“Unsere Arbeit kommt beiden Seiten zugute”, ergänzt Riebeling. “Sie hilft die Gesamtsituation zu entspannen, was sowohl für den Sachbearbeiter als auch für den Hilfesuchenden zu einer besseren und damit konstuktiveren Atmosphäre und besseren Ergebnissen für alle Beteiligten führt.” Dafür sind die Mitläufer von Organisationen, die gegen Hartz4 und Jobcenter kämpfen, schon als “Jobcenterfreunde” beschimpft worden. “Uns geht es nicht um die politische Dimension der Sache, sondern um die direkte Hilfe und moralische Unterstützung für die Hilfesuchenden und um die Deeskalation der Situation im Gespräch”, so Riebeling weiter. “Das Aktionsfeld der Mitläufer liegt nicht im politischen, sondern im sozialen Bereich.”

Trotzdem setzen die Mitläufer auf die Kooperation mit anderen Organisationen und sind mit einigen Organisationen auch im Gespräch. “Wir wollen unsere Mitläufer auch schulen”, blickt Weyer in die Zukunft. “Dabei geht es um Grundkenntnisse beim SGB, es geht um geschichtliche Entwicklung des Sozialsystems oder um Ausblicke in die Zukunft. Hier sollen zumindest Grundkenntnisse für diejenigen vermittelt werden, die das möchten und dazu nutzen wir gern auch Angebote bestehender Organisationen.”  In den eigenen Schulungen soll das Hauptaugenmerk auf die psychologischen Hintergründe und ihre Auswirkung der dritten Person im Gespräch auf Hilfesuchenden, Sachbearbeiter und Gesamtsituation gelegt werden.

Wer sich den Mitläufern anschliessen möchte oder Hilfe sucht, kann sich an die Zentrale wenden, die alle weiteren Schritte einleitet. [7] Per Email kann der Verein über mitlaeufer@wirgehenmit.org erreicht werden. Über Telefon erreicht man Frank Knott in der Zentrale über 02065-7923199 und 06131-3271815. Weitere Informationen finden sich auf unserer Seite Mitmachen&Kontakt. [8] Medienvertreter wenden sich an Pressesprecher Hans-Peter Weyer unter 0203-5090895.

Aus der Idee der Mitläufer ist in hundert Tagen eine handlungsfähige Gruppe geworden. Mit der bevorstehenden Gründung als gemeinnützigem Verein, wird es im Sozialsystem eine neue Kraft geben, die sich der sozialen Verantwortung der Menschen untereinander verschrieben hat. Ganz nach dem Motto: “Wir gehen mit – die Mitläufer für ein menschlicheres Sozialsystem”.

Quellangaben 
[1] FAZ-Artikel  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ein-pirat-zieht-sich-zurueck-ich-gehe-mein-ruecktritt-vom-amt-11809930.html
[2] Mitläuferliste  https://mitlaeufer.piratenpad.de/2
[3] Kodex  https://mitlaeufer.piratenpad.de/5
[4] Mitläufer 1×1 https://mitlaeufer.piratenpad.de/22
[5] Feedback  http://wirgehenmit.org/?page_id=107
[6] Positionierung  http://wirgehenmit.org/?p=431
[7] Kontakt  http://wirgehenmit.org/?page_id=415
[8] Mitmachen&Kontakt  http://wirgehenmit.org/?page_id=58

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Hans-Peter Weyer
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Mobil: 0172-2583569
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